Probleme beim Rechtschreiben

Mein Kind hat Probleme beim Rechtschreiben. Was ist zu tun?

Trotz hohem Übungsaufwand in der Schule und zu Hause und großer Anstrengungsbereitschaft macht das Kind immer wieder enorm viele Fehler beim Rechtschreiben in allen schriftlichen Bereichen. Selbst „einfache“, regelmäßig geübte Wörter schreibt es zu Ihrer eigenen Überraschung immer wieder falsch. Ratlosigkeit macht sich breit. Was ist zu tun?


1. Beratung durch die Lehrkraft

Die Lehrkraft beobachtet Ihr Kind in gleicher Weise wie Sie. Aufgrund der Fehlerzahl und vor allem aus der Art der Fehler können erste Rückschlüsse auf deren Ursache gezogen werden. Häufige Fehlerquellen sind mangelnde Motivation und vor allem Konzentration. Die Lehrkraft gibt Ihnen Tipps, wie Sie zu Hause efektiver mit dem Kind üben können. Stellen sich in kleinen Schritten Erfolge ein und die Rückschläge werden allmählich seltener, ist Ihr Kind auf dem richtigen Weg. Die unternommenen Anstrengungen werden mit Erfolgen belohnt. Die Motivation verbessert sich. Ein positiver Kreislauf hat begonnen. Sie, Ihr Kind und die Lehrkraft atmen auf. Weiter so!


2. Überprüfung und Beratung

Trotz nachhaltiger Anstrengungen stellt sich kaum eine Verbesserung ein. Nun sollten Frau Vogt oder Frau Heß das Kind überprüfen (nicht testen!), ob eine Lese-Rechtschreibstörung (Legasthenie) vorliegen könnte. Davon hängt das weitere Vorgehen ab. Bleibt der Verdacht auf auf eine Lese-Rechtschreibstörung bestehen, vereinbaren wir auf Ihren Wunsch einen Termin mit der Schulpsychologin.


3. Schulpsychologin – Frau Dieterich
  • Die Schulpsychologin wird von der Schule angefordert, um Ihr Kind mit Ihrem schriftlichen Einverständnis auf eine Lese-Rechtschreibstörung zu testen.
  • Aufgrund des Testergebnisses bescheinigt sie eine solche und gibt Empfehlungen für den sog. Nachteilsausgleich und ggf. den Notenschutz.

Einverständniserklärung zur schulpsychologischen Überprüfung


4. Bescheid der Schulleitung

Anschließend beraten Klassenlehrkraft und Schulleitung über die individuelle Ausgestaltung des Nachteilsausgleichs und des Notenschutzes.
Die Schulleitung erlässt einen Bescheid, der den Nachteilsausgleich bzw. den Notenschutz genau regelt. Gegen diesen Bescheid können die Eltern innerhalb einer vierwöchigen Frist Einspruch erheben.

(Quelle: Bayerische Schulordnung § 33, 34, 36)